Bildoptimierung für SEO: Alt-Texte, Dateigrössen und Formate
Bilder sind das schwerste Element jeder Seite und die am schlechtesten beschriebene Information. Alt-Texte, Dateigrößen und Formate — konkret.
Bilder sind das schwerste Element einer Seite und werden am seltensten beschrieben. Drei Hebel zählen: ein Alt-Text, der den Bildinhalt beschreibt statt Keywords zu stapeln, ein modernes Format mit passender Kompression in der richtigen Größe, und feste Breiten- und Höhenangaben, damit das Layout beim Laden nicht springt.
Bei Bildern treffen zwei Themen aufeinander, die sonst getrennt bearbeitet werden: Ladezeit und Verständlichkeit. Ein zu großes Bild kostet Besucherinnen, ein unbeschriebenes Bild kostet Sichtbarkeit und schließt Menschen aus, die einen Screenreader benutzen.
Wie schreiben Sie Alt-Texte, die etwas beschreiben?
Ein Alternativtext beantwortet eine einzige Frage: Was würde jemand verpassen, der dieses Bild nicht sieht? Daraus folgt fast alles. „Team" ist zu wenig, „Team-Foto-2026-final-v3.jpg" ist ein Dateiname, und eine Aneinanderreihung von Suchbegriffen ist ein Rankingrisiko. Gut ist ein Satz, der den Bildinhalt im Kontext der Seite beschreibt — bei einem Produktfoto also Farbe, Material und Perspektive, nicht die Markenbotschaft.
- ›Rein dekorative Bilder bekommen ein leeres alt-Attribut, damit Screenreader sie überspringen.
- ›Bilder mit Text im Bild: den Text im alt wiederholen — sonst ist er für Suchmaschinen und Screenreader unsichtbar.
- ›Keine Formulierungen wie „Bild von" oder „Grafik zeigt" — das ergänzt der Screenreader selbst.
- ›Bei Produktbildern die Variante benennen, sonst klingen zehn Fotos identisch.
Welche Formate und Größen sind richtig?
Fotos gehören in AVIF oder WebP mit JPEG als Rückfall; Logos, Symbole und Diagramme als SVG. Ausgeliefert wird in der Größe, die tatsächlich angezeigt wird — mit srcset in drei bis vier Breiten, damit ein Telefon nicht die Desktop-Auflösung lädt. Als Richtwert: ein Inhaltsbild unter 150 Kilobyte, ein Kopfbild unter 300, ein Vorschaubild unter 40.
Ebenso wichtig ist die Angabe von Breite und Höhe im Markup. Fehlt sie, springt das Layout beim Nachladen — messbar als schlechter CLS-Wert und spürbar als Fehlklick auf dem Telefon.
Was leisten Bilder für die Sichtbarkeit?
In der Bildersuche und in KI-Antworten werden Bilder über ihren Kontext eingeordnet: Dateiname, Alt-Text, umgebende Überschrift, Bildunterschrift und strukturierte Daten. Ein sprechender Dateiname kostet nichts, eine Bildunterschrift wird häufiger gelesen als der Fließtext, und ein Product- oder Article-Markup mit korrekter Bild-URL entscheidet darüber, ob das Bild überhaupt als zugehörig erkannt wird.
Öffnen Sie eine wichtige Seite, deaktivieren Sie die Bilder im Browser und lesen Sie die Seite noch einmal. Was jetzt unverständlich wird, hat einen fehlenden oder unbrauchbaren Alt-Text.
Warum müssen Sie das automatisieren?
Bildoptimierung, die von der Disziplin der Redaktion abhängt, hält etwa drei Monate. Tragfähig ist nur ein automatischer Weg: Der Hoster oder der Build erzeugt beim Hochladen die benötigten Größen und Formate, und die Redaktion lädt weiterhin das Original hoch. Damit bleibt der einzige manuelle Schritt der Alt-Text — und der lässt sich nicht automatisieren, weil nur ein Mensch weiß, warum das Bild auf dieser Seite steht.
Für bestehende Bestände lohnt ein einmaliger Durchlauf: alle Bilder über einer bestimmten Größe auflisten, die zwanzig schwersten neu erzeugen, und dabei gleich die fehlenden Alt-Texte nachtragen. Das ist ein Nachmittag Arbeit und reduziert das Seitengewicht in typischen Projekten um mehr als die Hälfte.
Was gilt für Rechte und Herkunft?
Zur Bildpflege gehört die unspektakuläre Frage, woher das Bild stammt und wofür es lizenziert ist. Stockmaterial mit abgelaufener Lizenz, ein Foto vom Fotografen ohne Nutzungsvereinbarung für die Website, ein Mitarbeiterbild ohne Einwilligung — drei alltägliche Fälle mit realen Kosten. Eine kurze Liste mit Quelle, Lizenz und Ablaufdatum je Bild erspart die Rekonstruktion im Ernstfall.
Prüfen Sie zum Abschluss den Effekt an der Seite, nicht am einzelnen Bild: Gesamtgewicht der Startseite, LCP auf dem Telefon im gedrosselten Netz und die Zahl der Bilder, die vor dem ersten Bildschirm geladen werden. Bleiben diese drei Werte unverändert, lagen die Kilobyte nie in den Bildern, sondern in den Skripten.
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